Ab und zu bekomme ich mit, wie Menschen sich über das Töten von Tieren unterhalten, dann zum Fleischkonsum kommen und schnell beim Vegetarier oder Veganer landen.
Egal welche Einstellung man vertritt, alle haben ihre Ansichten und Berechtigungen.
Letztens habe ich mit einem Ohr eine Unterhaltung mitbekommen. Jemand hatte einfach ohne Grund eine Motte zerquetscht, sie machte halt das, was Motten so machen, sie flog ums Licht. Jemand anderes fand diese Aktion, die Motte zu töten, nicht gut und sagte, dass man Tiere nicht einfach so töten soll. Die Gegenfrage war, ob man Vegetarier oder Veganer sei, weil man sonst kein Recht hätte sich darüber aufzuregen, da man ja schließlich auch indirekt Tiere töten würde und so eine Doppelmoral hätte. Naja, ich esse auch Pflanzen und renne deswegen aber nicht durchs Beet und köpfe wahllos Salate.
Der Punkt liegt auch nicht im Töten der Tiere, sondern welche Absicht dahinter steckt und mit welcher Grundeinstellung man die Dinge sieht. Ob man nun Veganer ist oder nicht, spielt im eigentlichen Sinne keine Rolle. Pflanzen leben genauso wie wir und andere Tiere, nur weil es anders wirkt als unsere Lebendigkeit und sie keine für uns offensichtliche Augen und Ohren haben, heißt es nicht, dass Pflanzen auf ihre Art nicht lebendig sind oder nichts fühlen. Schaut man sich das Wachstum einer Pflanze mal im Zeitraffer an, kann man seine Meinung sehr schnell ändern. Tötet man ein Tier wahllos, ist die Absicht und Einstellung zum Leben einfach keine Gute. Töte ich ein Tier, um zu überleben oder um es als Nahrung zu verwenden, achte dazu noch auf Haltung und Herkunft, soweit es möglich ist, und bin dann auch noch dankbar, dass dieses Tier mir als Nahrung dient, ist es eine ganz andere Herangehensweise und gewiss keine Doppelmoral. Mit Pflanzen ist es natürlich genau das Gleiche. Der Anbau, die Herkunft und Behandlung spielt hier auch eine große Rolle.
Also, ob Fleischesser oder Veganer, Vegetarier oder Pescetarier, usw. Jedes Tier, jede Pflanze hat seine Daseinsberechtigung, jeder möchte leben und glücklich sein. Sei achtsam, auch was eure Nahrung betrifft, töte nicht aus Spaß oder Ärger, Wut oder Hass. Erschaffe nicht noch mehr Leiden. Betrachte alles mit Liebe und Mitgefühl, sei dankbar für deine Nahrung und achte immer, wenn möglich, dass Tiere gute gehalten und behandelt werden und Pflanzen mit wenig Schadstoffen belastet sind, bevor sie euch nähren. Der Körper speichert Erinnerungen und schlechte Erinnerungen sollte keiner zu sich nehmen, egal ob in körperlicher oder geistiger Form.

